Kloster Wienhausen

16.04.2023 10.00 Uhr Tour Kloster Wienhausen

Typisches Aprilwetter. Relativ kalt und morgens noch teilweise Regen. Optimal für eine kurze Motorradtour nach Wienhausen. Wir haben uns um 10.00 Uhr mit 4 Personen und Motorrädern an der Niederlassung getroffen. 4 Weitere sind aufgrund der Wetterlage mit dem Auto direkt nach Wienhausen angereist. Da es bei der Abfahrt trocken blieb, konnten wir über Müllingen, Clauen, Haimar, Sievershausen und weitere kleine Dörfer, eine kurze aber schöne Tour nach Wienhausen unternehmen. Dort trafen wir dann die „Autofahrer“. Nach kurzer Begrüßung gingen wir zum Haupteingang des Klosters Wienhausen. Eintritt 8 € pro Person für eine sehr kurzweilige und interessante Führung durch das noch im Betrieb befindliche Kloster. Zur Geschichte, den Sehenswürdigkeiten und wichtigsten Utensilien im Kloster wurden wir sehr unterhaltsam informiert. Fotos sind aufgrund des noch bewohnten Klosters nicht erlaubt. Alle waren sehr beeindruckt von den vermittelten Informationen und von den inneren „Schätzen“ des Klosters. Wir waren uns einig, dass es eine sehr schöne Veranstaltung war. Tipp für alle, die vorhaben eine Besichtigung durchzuführen: zieht Euch warm an. Im Kloster war es genauso kalt wie draußen.

Im Anschluss sind wir in der Café & Weinstube am Kloster eingekehrt und haben uns bei Kaffee und Kuchen aufgewärmt und gestärkt. Der Kuchen dort ist sehr empfehlenswert.

Wir fuhren zurück über kleine Dörfer Richtung Sehnde und haben uns dort verabschiedet.

Im Anhang noch ein Auszug zur Geschichte des Klosters direkt von der Internetseite.

Danke sagt

Frank

 

Geschichte

Die um 1692 geschriebene Chronik des Klosters berichtet von der Gründung des Klosters im 13. Jahrhundert. Herzogin Agnes, Schwiegertochter Heinrichs des Löwen, war 1225 Witwe geworden und, „obgleich sie annoch im blühenden Alter, so … gedachte [sie] … ein geistliches Jungfrauen Kloster zu Gottes Ehren aufzubauen.“ 1233 bestätigte der Hildesheimer Bischof Konrad II. die Gründung des Klosters und stattete es mit zahlreichen Gütern aus. Die wirtschaftliche Lage erlaubte es zu Beginn des 14. Jahrhunderts, prachtvolle Gebäude zu errichten. Der Nonnenchor wurde entgegen den Regeln des Zisterzienserordens mit prächtigen Malereien ausgeschmückt.

Im 16. Jahrhundert wurde im Fürstentum Lüneburg die lutherische Reformation eingeführt. Trotz des Widerstandes der Nonnen wurde aus dem katholischen Nonnenkloster langsam ein evangelisches Frauenkloster. Die Reformation hatte auch weitreichende wirtschaftliche Folgen. Der Herzog zog einen beträchtlichen Teil des Klostervermögens ein. Von den verbliebenen Einnahmen konnte nur noch ein kleiner Konvent von 26 Konventualinnen versorgt werden.

Heute besteht der Konvent des Klosters Wienhausen aus einer Äbtissin und 13 Konventualinnen. Der Äbtissin obliegt die Leitung und Verwaltung des Klosters. Nach der Klosterordnung von 1972 vertritt sie das Kloster nach außen, intern ist sie die „Vorsteherin des Konvents“.

Das Kloster Wienhausen verfügt über eine außerordentliche Fülle an christlichen Kunstwerken aus dem Mittelalter. Manche dienten kontinuierlich religiösen Zwecken, viele wurden in den vergangenen 150 Jahren „wiederentdeckt“. Zusammen mit den Gebäuden bilden sie ein einmaliges Gesamtkunstwerk. Dies den zahlreichen Gästen zu zeigen, ihnen den christlichen Sinninhalt zu erläutern bedeutet in einer säkularen Welt auch christliche Verkündigungsarbeit.

Daneben bildet der Konvent selbst bis heute eine Lebensgemeinschaft auf christlicher Grundlage. Regelmäßige gemeinsame Gottesdienste, Andachten und Konventssitzungen sind für die Bewohnerinnen des Klosters obligatorisch.